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Mit einer Größe von 500 Quadratmetern ist der Garten für das
Pflegepersonal gut einsehbar, die eingreifen können, sobald Hilfe benötigt
wird. Bei der Gestaltung des Sinnesgartens wurde nichts dem Zufall überlassen,
sondern nach genauen Vorgaben eines Gartenarchitekten angelegt: Dichte Hecken
schützen vor Blicken, Parkbänke laden zum Verschnaufen ein und ein sanft
geschwungener Rundweg in Form eines Eichenblatts führt durch die
Gartenanlage. Jeder Spaziergang endet so automatisch am Ausgangspunkt.
„Unseren Bewohnern wird damit ein beruhigendes Gefühl vermittelt und ein
Verlaufen ist ausgeschlossen“, erklärt Beier und fügt an: „Sie können
sich dadurch in dem geschützten Bereich selbstständig und barrierefrei
bewegen.“ Insbesondere demenzkranke Bewohner haben oft einen erhöhten
Bewegungsdrang, den sie im Sinnesgarten ungestört ausleben können.
Außerdem soll der Sinnesgarten – wie der Name schon sagt – die
unterschiedlichen Sinne trainieren: So können Bewohner jahreszeitliche Veränderungen
erleben und wahrnehmen, Baumrinde oder unterschiedliche Blattoberflächen
ertasten, auf einem Rundgang ein paar Beeren probieren, dem Vogelgezwitscher
oder Rauschen des Windes lauschen und erfahren, wie feuchte Erde nach einem
Regenguss oder frisch gemähtes Gras riechen. „In den Wohnbereichen sind Übungen
meist theoretisch angelegt. Hier können Bewohner durch die verschiedenen
Sinneseindrücke ihr Gedächtnis trainieren“, sagt Beier.
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